Sechs junge Schriftsteller auf der Shortlist des Dylan Thomas Prize 2026
Es ist aufschlussreich, wenn ein Preis verlangt, dass seine Schriftsteller unter vierzig sind. Die Shortlist des Dylan Thomas Prize 2026 liest sich weniger wie ein Versprechen als wie das Verzeichnis von sechs Stimmen, die ihre Arbeit bereits gefunden haben.
Die sechs Titel umfassen Lyrik und Prosa. To Rest Our Minds and Bodies von Harriet Armstrong kommt mit leiser Ambition. We Pretty Pieces of Flesh von Colwill Brown — dessen Titel zugleich zärtlich und beunruhigend ist — folgt. Seán Hewitt debütiert im Roman mit Open, Heaven. Derek Owusu setzt seine formalen Experimente mit Borderline Fiction fort. In der Lyrik vervollständigen Joy is My Middle Name und Under the Blue die Liste.
Der mit £20.000 dotierte Preis wurde in Swansea zu Ehren eines Dichters gegründet, der mit neununddreißig starb. Der Gewinner wird am 14. Mai bekanntgegeben.
Was mich beim Lesen der Shortlist auffällt, ist die Häufung von Körperthematiken — beschädigte, veränderte, bedrohte Körper. Vielleicht unvermeidlich in einer Zeit, in der der Körper so explizit politisch geworden ist.
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