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Ist die Prestige-Fiktion tot? Das hängt davon ab, wen man fragt

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Dani Carrasco
· 3 Min. Lesezeit
Ist die Prestige-Fiktion tot? Das hängt davon ab, wen man fragt

Direkte Frage: Wann haben Sie zuletzt etwas gelesen, das sich selbst 'Prestige-Fiktion' nannte, ohne sich leicht in eine soziale Performance verwickelt zu fühlen?

Die Los Angeles Review of Books veröffentlichte diese Woche eine Besprechung von Evan Briers Novel Competition: Cultural Economy 1965-1999, die eine Autopsie der amerikanischen Literaturfiktion durchführt. Das Argument: Das 'ernste Buch' hat seine kulturelle Zentralität verloren.

Es gibt zwei Lesarten. Erstens: etwas im Vertrag zwischen ernster Fiktion und ihrem Publikum ist zerbrochen. Zweitens, die ich bevorzuge: 'Prestige-Fiktion' war immer eine Kategorie, die so viel ausschloss wie einschloss. Die Kategorien explodieren. Vielleicht ist das das Beste, was der Literatur seit langer Zeit passiert ist.

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