Zum Hauptinhalt springen

Lyndal Roper gewinnt den Holberg-Preis 2026 für 'außerordentlich originelle' Forschung

S
Sigrid Nørgaard
· 3 Min. Lesezeit

Mein Vater hatte jahrelang ein Exemplar von Ropers Witch Craze im Regal — eines jener Bücher, die ins Haus kommen und bleiben, nicht weil sie angenehm sind, sondern weil sie es verweigern, den Blick abwenden zu lassen.

Der Holberg-Preis geht in diesem Jahr an Lyndal Roper, die vom Auswahlkomitee als "außerordentlich originelle" Forscherin beschrieben wird, deren Werk unser Verständnis der Reformation, der Hexenverfolgung und des Seelenlebens des frühen Europa neu gestaltet hat.

Ihre Biografie über Martin Luther, 2016 erschienen, war bemerkenswert für das, was sie zu spekulieren wagte: nicht nur was Luther tat, sondern was ihn antrieb, was er fürchtete. Der Holberg-Preis, dotiert mit rund 700.000 Euro, wird manchmal als das Nobel der Geisteswissenschaften bezeichnet.

Empfohlene Lektüre