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Die Hugo-Finalisten 2026: Science-Fiction war noch nie so lebendig und umstritten

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James Whitmore
· 3 Min. Lesezeit
Die Hugo-Finalisten 2026: Science-Fiction war noch nie so lebendig und umstritten

Der Hugo Award, 1953 gegründet und nach Hugo Gernsback, dem Vater der Pulp-Science-Fiction-Magazine, benannt, hat dreiundsiebzig Jahre damit verbracht, entweder spektakulär richtig oder großartig falsch zu liegen — je nach Perspektive. Die Finalisten 2026, diese Woche bekannt gegeben, lesen sich wie ein offener Streit — was ein guter Literaturpreis genau sein sollte.

In der Kategorie Bester Roman konkurrieren sechs Titel. Der neue Roman von Nnedi Okorafor, Death of the Author, tritt mit dem Gewicht der Erwartung an: Seit Who Fears Death und die Akata-Trilogie sie als eine der wesentlichen Stimmen der spekulativen Fiktion etabliert haben, ist jeder neue Okorafor-Roman ein Ereignis. Auf der Shortlist stehen auch Shroud von Adrian Tchaikovsky, The Everlasting von Alix E. Harrow, The Incandescent von Emily Tesh, A Drop of Corruption von Robert Jackson Bennett und The Raven Scholar von Antonia Hodgson.

In der Kategorie Beste Novelle, wo der Hugo oft seine reinste Form findet, befinden sich The River Has Roots von Amal El-Mohtar, The Summer War von Naomi Novik und What Stalks the Deep von T. Kingfisher.

Im Lodestar Award für Bestes Jugendbuch tritt Sunrise on the Reaping von Suzanne Collins — die Hunger-Games-Vorgeschichte über Haymitch Abernathy — neben Oathbound von Tracy Deonn und They Bloom at Night von Trang Thanh Tran an. Die Gewinner werden am 30. August auf der LAcon V in Anaheim, Kalifornien, bekannt gegeben. Frühere Gewinner in Bester Roman: Frank Herbert, Ursula K. Le Guin und N.K. Jemisin.

Eine direkte Beobachtung: Das Genre ist lebendiger, umstrittener und interessanter als je zuvor. Die Finalisten dieses Jahres reichen von ökologischem Horror bis epischer Fantasy. Die Frage, die bis August in der Luft hängt: Ist der Hugo noch immer der Preis, der am besten darstellt, was spekulative Fiktion geworden ist?