Lauren J. Josephs neuer Roman verwandelt die trans Rock-Muse in eine erotische Phantasmagorie
Es gibt Bücher, die in deine Hände kommen und du spürst, dass sie für genau diesen Moment geschrieben wurden. Lauren J. Josephs Lean Cat, Savage Cat ist so ein Buch.
Die Prämisse könnte wie kalkulierte Provokation klingen: ein Roman, der den Archetyp der trans Rock-Muse aufgreift — diese Figur, die am Rand der offiziellen Rockgeschichte existiert — und ihr Stimme, Körper, Begehren und Wut zurückgibt. Joseph arbeitet mit Sex, Drogen, Musik und Selbsterschaffung als wären das Elemente des Kosmos.
Was mich an diesem Roman begeistert: Er entschuldigt sich nicht. Er bittet nicht um Erlaubnis, explizit zu sein, seltsam zu sein. Selbsterschaffung als zentrales Thema — nicht nur was man sein will, sondern wie man die Bedingungen dafür erfindet.
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