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Mahreen Sohail gewinnt den PEN/Faulkner Award 2026 für ihr Debüt Small Scale Sinners

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Valentina Ríos
· 3 Min. Lesezeit
Mahreen Sohail gewinnt den PEN/Faulkner Award 2026 für ihr Debüt Small Scale Sinners

Wenn ich einen Kurzgeschichtenband in den Händen halte, denke ich immer an dieses besondere Gefühl: Eine Geschichte beginnt, endet, und lässt einen mit etwas Ungelöstem zurück. Eine gut geschriebene Geschichte schließt nicht — sie hinterlässt ein Ziehen in der Brust und die Frage, wie der Schriftsteller so viel Leben auf so wenig Raum untergebracht hat.

Mahreen Sohail gewann diese Woche den PEN/Faulkner Award 2026 für ihr Debüt Small Scale Sinners (A Public Space, 2025). Die Jury beschrieb das Buch als eines, das «die weiten Universen im Reich des Häuslichen enthüllt». Sie hat zehn Jahre daran geschrieben — zehn Jahre, um etwas zu bauen, das die Jury mit jener seltenen kritischen Großzügigkeit empfing, die einfach anerkennt, dass etwas notwendig ist.

Der PEN/Faulkner Award — 15.000 Dollar — ehrt die beste Fiktion von US-Bürgerinnen und -Bürgern oder dauerhaft ansässigen Personen. Sohail ist seit Jahren im Radar aufmerksamer Leserinnen und Leser. Preise wie dieser tragen einen Namen zu Lesern, die noch nicht wissen, dass sie sie brauchen.

Was ich an Kurzgeschichtenbänden liebe — ich denke an Llamadas telefónicas von Roberto Bolaño — ist genau ihre Fähigkeit, in Minuten vollständige Welten zu erschaffen. Die Themen von Small Scale Sinners drehen sich um Unabhängigkeit und persönliche Identität im häuslichen Raum. Nicht das Zuhause als Gefängnis, sondern als Territorium unsichtbarer Verhandlungen.

Small Scale Sinners ist seit September 2025 im Handel. Zehn Jahre Arbeit. Wenn Sie es noch nicht gelesen haben, haben Sie jetzt einen Grund dafür.