Fünf Debüts unter 35, an die die National Book Foundation 2026 glaubt
Es gibt etwas still Beruhigendes an einer Institution, die auf Anfänge setzt. Jedes Jahr verkündet die National Book Foundation ihr Programm 5 Under 35: Etablierte Autorinnen und Autoren — Preisträger und Finalisten des NBF — wählen je ein Debüt, das sie so bewegt hat, dass sie ihren Namen dafür einsetzen. Die Ausgezeichneten 2026 wurden diese Woche bekannt gegeben.
Die Geehrten: Megan Kamalei Kakimoto mit Every Drop Is a Man's Nightmare (Bloomsbury), ausgewählt von Kali Fajardo-Anstine; Anika Jade Levy, von Sigrid Nunez für Flat Earth (Catapult) benannt; Carrie R. Moore, von Danielle Evans für Make Your Way Home (Tin House) ausgewählt; Maggie Su mit Blob: A Love Story (Harper), benannt von Charles Yu; und Stephanie Wambugu, von Kaveh Akbar für Lonely Crowds (Little, Brown) ausgewählt.
Was mich auffällt, ist nicht nur die Namen, sondern die Logik des Auswahlprozesses selbst. Jeder Auswählende wird nicht gebeten zu empfehlen, sondern zu verteidigen — die eigene Glaubwürdigkeit hinter eine einzige Stimme zu stellen. Das erinnert an die nordische Tradition der literarischen Taufpatenschaft.
Die Titel allein verdienen Beachtung. Blob: A Love Story verspricht etwas Seltsames und Aufrichtiges zugleich. Lonely Crowds, verteidigt von Kaveh Akbar, Autor von Martyr!, ist ein Titel, der fast alles bedeuten kann — was bei einem Debüt oft ein gutes Zeichen ist.
Die Feier findet am 9. Juni im Littlefield in Brooklyn statt. Jede geehrte Person erhält 1.250 Dollar — das ist kein Vermögen, aber das ist nie der Punkt. Der Punkt ist die Anerkennung: Dieses Werk wurde gesehen, von jemandem, der weiß, was Sehen kostet.
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