Raven Leilanis zweiter Roman findet sein Zuhause bei FSG
Es gibt eine besondere Art von Spannung, die einem außergewöhnlichen Debüt folgt. Nicht die Spannung eines Thrillers, sondern die langsame, gedämpfte Anspannung des Beobachtens und Fragens: Kann sie es noch einmal tun? Und mit "noch einmal tun" meint man nicht einfach ein weiteres Buch schreiben, sondern ein Buch schreiben, das den Lärm rechtfertigt, den das erste gemacht hat.
Im Jahr 2020 machte Raven Leilanis Luster beträchtlichen Lärm. Der Roman — über eine junge schwarze Frau, die ein finanziell prekäres Leben in New York navigiert, während sie sich in die offene Ehe eines weißen Paares verwickelt — wurde für seine präzise, oft überraschende Prosa gelobt, seine Weigerung, ordentlich zu sein, und sein kraftvolles Porträt kreativer Ambitionen unter Druck.
Jetzt, sechs Jahre später, hat Farrar, Straus and Giroux ihren zweiten Roman erworben. Laut Publishers Weekly geht es darin um Künstlerinnen. Details darüber hinaus sind spärlich: kein Titel, kein Erscheinungsdatum, kein Auszug.
Was die knappe Beschreibung andeutet, ist eine Fortsetzung der Anliegen, die Luster antrieben: die Bedingungen, unter denen kreative Arbeit entsteht, die besonderen Schwierigkeiten, mit denen Frauen dabei konfrontiert sind, und die Art, wie Ambition, Überleben und Identität sich auf eine Weise verweben, die eine ordentliche Auflösung verweigert. Leilani verbrachte das akademische Jahr 2025-2026 als Stipendiatin am Cullman Center. Man wartet — nicht ungeduldig, sondern aufmerksam.
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