HarperCollins-Gewerkschaft erzielt höchsten Einstiegslohn im Verlagswesen
Wenn ich ein Buch in den Händen halte, denke ich an die Kette von Menschen, die es möglich gemacht haben. Nicht nur die Autorin oder der Autor. Auch die Lektoren, die Korrektoren, die Gestalter. Die Verlagsbranche lebt von dieser unsichtbaren Arbeit.
Deshalb ist die Nachricht dieser Woche bedeutsam. Die HarperCollins-Gewerkschaft hat einen neuen Tarifvertrag ratifiziert, der das höchste Einstiegsgehalt in der Geschichte der amerikanischen Verlagsbranche enthält. Das Signal ist klar: Jemand hat zugehört.
Verlagsbeschäftigte weisen seit Jahren auf das Paradox hin: Sie lieben Bücher mit einer fast irrationalen Intensität, und genau diese Hingabe wurde genutzt, um sie schlechter zu bezahlen — als ob Liebe ein Lohnersatz wäre.
Ein Buch zu verlegen ist ein kollektiver Akt, der Dutzende von Händen erfordert. Dieser Vertrag erkennt den Wert dieser Hände an.
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