Sofía Balbuena gewinnt den Ribera del Duero Prize und spricht über das innere Inferno der Frauen
Der Ribera del Duero Prize für Kurzprosa, mit €50.000 dotiert, ging dieses Jahr an Sofía Balbuena. Die Ankündigung wurde letzte Woche gemacht; das folgende Interview war interessanter als die Ankündigung selbst.
Balbuena sprach über die Frauen, über die sie schreibt, in Begriffen, die dem üblichen therapeutischen Vokabular widerstehen. Sie beschreibt sie als Frauen, die das innere Inferno nach außen projizieren — eine Formulierung, die etwas Schwindelerregenderes suggeriert als psychologischen Realismus.
Die Kurzgeschichte erlebt in der spanischen Literatur einen anhaltenden Moment. Die Form scheint etwas in der Literaturkultur zu passen: das Interesse an Verdichtung, an Krisenmoment, an dem was ungesagt bleiben kann. Balbuena arbeitet genau in diesem negativen Raum.
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