Die Druckerpresse veränderte nicht Information, sondern wer sie kontrollierte
Von Brandt, Miriam
Herausgegeben von epubli
German
2026
ISBN 9783565217373
eBook
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Über dieses Buch
Johannes Gutenbergs bewegliche Lettern waren keine technische Kuriosität – sie waren eine Machtverschiebung. Innerhalb weniger Jahrzehnte brach das klerikale Monopol auf Texte zusammen, Reformation wurde druckbar, Wissenschaft reproduzierbar, Autorität infragestellbar. Doch die Revolution verlief anders als geplant.
Dieses Buch verfolgt die Druckerpresse von Gutenbergs verschuldeter Mainzer Werkstatt über venezianische Druckerzentren bis zur reformatorischen Flugschriftenflut und fragt: Wer profitierte wirklich? Wie reagierten Kirche, Universitäten und Fürsten auf unkontrollierte Textverbreitung? Welche Zensursysteme entstanden? Und warum führte mehr Information nicht automatisch zu Aufklärung, sondern zunächst zu konfessionellen Bürgerkriegen?
Gestützt auf Druckerzeugnisse, Zensuredikt und Korrespondenzen zeigt dieses Buch, dass technologische Revolutionen keine linearen Fortschrittsgeschichten sind – sondern Kämpfe um Deutungshoheit mit offenem Ausgang.
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