Zensus und Ethnizität
Published by Wallstein Verlag
German
2016
ISBN 9783835328433
PDF
About this book
Über die Rolle des Zensus bei der Konstruktion von Nation, »Identität" und Ethnizität.
Die Volkszählungen im späten Habsburgerreich waren eine zentrale Praxis der Wissensherstellung und Durchethnisierung. Was wurde dabei genau gezählt? Welche kollektiven Identitätsvorstellungen sollten daraus hervorgehen? Welchen Beitrag leisteten wissenschaftliche Weltbilder und Idealvorstellungen von Objektivität? Wie wurde das erzeugte Wissen in modernen Gesellschaften verbreitet und wirksam?
Die Studie ist als Wissensgeschichte an der Schnittstelle von Verwaltungs-, Wissenschafts-, und Imperialgeschichte konzipiert. Mit der Konzentration auf Wissenschaft, Administration und mediale Repräsentation kommt Wolfgang Göderle zu überraschenden Ergebnissen: Weder waren staatliche Institutionen völlig frei in ihrem Handeln, noch waren Bürgerinnen und Bürger passive Subjekte im Zensus. Die moderne Volkszählung entwickelte sich mit den wissenschaftlichen Idealen der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Ihr reibungsloser Ablauf konnte nur gewährleistet werden, wenn hohe Anforderungen erfüllt waren. Insbesondere musste dazu Raum territorial gedacht und administrativ unter Kontrolle gebracht werden. Die Herstellung dieser Vorbedingung wirkt bis in die Gegenwart nach.
Genres
- Language
- German
Share
You might also like
La vida política. Chile (1808-1830)
San Francisco, Alejandro
Historia de las elites en la Argentina
Losada, Leandro
Conversación con un mestizo de la Nueva España
Gruzinski, Serge
Mujeres y ejemplaridad en la historia
Alabrús Iglesias, Rosa María
La cultura. México (1880-1930)
Pérez Montfort, Ricardo
Asamblea del año XIII
Camogli, Pablo