Nahe Fremde
Pubblicato da Wallstein Verlag
German
2020
ISBN 9783835344570
PDF
Informazioni su questo libro
Eine Studie zu Paul Celans Verhältnis zu Deutschland - im Jahr seines 100. Geburtstags und 50. Todestags.
Paul Celan, 1920 als deutschsprachiger Jude in Czernowitz geboren, wollte schon früh Dichter werden, doch die Ermordung seiner Eltern im Holocaust führte zu einem zwiespältigen Verhältnis zur deutschen Sprache. Trotzdem wird er zu einem der erfolgreichsten deutschsprachigen Lyriker der Nachkriegszeit. Von seinem Wohnort Paris reist er zu Lesungen oder auch privat immer wieder in die Bundesrepublik, aber dieses Deutschland, in dem der Nazismus noch lange virulent ist, bleibt ihm fremd und verstört ihn stets aufs Neue. Freundschaften mit deutschen Autoren (die meisten ehemalige Soldaten der Wehrmacht) scheitern. Die Plagiatsanschuldigung der sogenannten Goll-Affäre nimmt Celan als Rufmord wahr, der für ihn einem nachgeholten Mord gleichkommt. Sein Verhältnis zu Deutschland und seiner Muttersprache, die auch die Sprache der Mörder war, erweist sich als nicht heilbar.
Emmerich geht dem schwierigen Verhältnis Paul Celans zur »nahen Fremde Deutschland« auf der Grundlage seines dichterischen Werks und mit Hilfe der zahlreichen, veröffentlichten Briefwechsel des Autors nach.
»Der Widerspruch zwischen Muttersprache und Mördersprache, die zugleich seine Dichtersprache war, zwischen Deutschland als einem Ort der Angst und als einem Sehnsuchtsort, sollte sich nie auflösen.«
Wolfgang Emmerich
Categorie
- Lingua
- German
Condividi
Potrebbe piacerti anche
G. I. Gurdjieff, Avatar Contemporáneo
Apablaza Gómez, Raúl
Deutsche Literaturgeschichte in einer Stunde - Von den ältesten Zeiten bis zur Gegenwart
Henschke, Alfred
Jeannette
Carmona, Alejandra, Jara, Jeannette
Uigurisches Wörterbuch. Sprachmaterial der vorislamischen türkischen Texte aus Zentralasien
Wilkens, Jens
Zeitschrift für Indologie und Südasienstudien, Band 41 (2024)
Moderne Fremdsprachen: Englisch
Fischer, Silke, Fischer, Christoph