Anna Kendrick dreht Die sieben Männer der Evelyn Hugo. Was niemand sagt.
Moment. Stop. Den Titel nochmal lesen.
Anna Kendrick — ja, die aus Pitch Perfect, das Cups-Mädchen — wird die Verfilmung von Die sieben Männer der Evelyn Hugo inszenieren. Nicht als Schauspielerin. Als Regisseurin. Ihr erster Spielfilm hinter der Kamera, und sie hat das Buch gewählt, das seit drei Jahren die bevorzugte Empfehlung ist, wenn jemand fragt: "Was soll ich lesen, wenn ich weinen will, aber auch alten Hollywood-Glamour möchte?"
Für alle, die es noch nicht gelesen haben: Evelyn Hugo ist Taylor Jenkins Reids Roman über eine Hollywood-Schauspielerin der 1950er Jahre, die kurz vor ihrem Tod beschließt, einer unbekannten Journalistin ihre wahre Geschichte zu erzählen. Die wahre Geschichte beinhaltet: sieben Ehen, eine große Liebe, die die Welt nie kennen durfte, jahrzehntelange kalkulierte Lügen und eine Meisterklasse darüber, was es kostet, Frau in einer Industrie zu sein, die dich aufzuzehren versucht.
Das Buch steckte jahrelang in der Entwicklungshölle fest. Netflix hatte etwas angekündigt. Es gab Casting-Gerüchte. Namen wurden genannt. Nichts passierte. Jetzt tritt Kendrick auf — entschlossen, nicht zu warten, bis man sie ein zweites Mal fragt. Hat sie eine Regisseur-Filmografie? Nein. Spielt das eine Rolle? Das ist genau die Frage.
Daisy Jones & The Six als Serie hat gezeigt, dass TJR-Stoffe gut adaptierbar sind, wenn jemand die Erzählarchitektur respektiert: das fingierte Interview, die multiplen Stimmen, die Zeit, die sich auf sich selbst zurückfaltet. Und Malibu Rising ist ebenfalls in der Adaptation-Pipeline. Hollywood, das Taylor Jenkins Reid jahrelang ignoriert hat, versucht nun, die verlorene Zeit aufzuholen.
Wird der Film gut? Das wissen wir noch nicht. Aber wir wissen, dass es zum ersten Mal seit Jahren einen echten Grund gibt, sich auf diese Adaption zu freuen. Das ist bereits etwas.
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