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Hexen sind in der spanischen Literatur zurück — und diesmal entschuldigen sie sich nicht

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Dani Carrasco
· 3 Min. Lesezeit
Hexen sind in der spanischen Literatur zurück — und diesmal entschuldigen sie sich nicht

Bevor jemand sagt «oh, wieder ein Artikel über feministische Hexen», erlaubt mir eine Frage: Wann haben Sie zuletzt etwas über eine Hexe gelesen, das weder ein Kristall-Selbsthilfebuch noch eine paranormale Romanze mit nacktem Männertorso auf dem Cover war?

Denn was gerade in der spanischen Literatur passiert, ist etwas anderes.

El Cultural hat gerade einen Artikel veröffentlicht, der eine neue Strömung in der zeitgenössischen spanischsprachigen Fiktion identifiziert, und die genannten Namen sind nicht die konventioneller Fantasy-Autorinnen. Es sind Alana S. Portero, Nerea Pallarés und Roser Cabré-Verdiell — Schriftstellerinnen, die an der Schnittstelle von Fremdartigem und Intimem, Politischem und Körperlichem arbeiten.

Portero, Autorin von La mala costumbre, erforscht seit Jahren, wie Körper, die nicht in die Norm passen, die Welt mit einer Art Überlebensmagie bewohnen. Anne Rice baute ihr eigenes Hexen-Kosmos in Die Hexen von Mayfair mit einer gotischen und genealogischen Logik auf, die weiterhin ein Genre-Referenzwerk bleibt. Was Portero und ihre Zeitgenossinnen tun, ist anders: Sie konstruieren kein paralleles Universum, sondern machen etwas sichtbar, das schon hier ist, in der Gegenwartssprache. Was, wenn die beste «phantastische» Literatur nicht eine andere Welt erfindet, sondern diese hier nur ehrlicher benennt?

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