Studiocanal verfilmt Freida McFaddens 'The Divorce' — und die Nachricht wirft eine biografische Frage auf
Der Thriller häuslicher Untreue hat eine nahezu zuverlässige Architektur: eine Ehe, ein Geheimnis, eine Frau, die sich als wesentlich weniger passiv herausstellt, als sie zunächst erscheint, und Konsequenzen, die — unvermeidlich — für alle Beteiligten eintreffen. Freida McFadden — deren Identität als Dr. Sara Cohen, Ärztin für Gehirn- und Rückenmarksverletzungen, erst im April nach dreiundzwanzig Jahren Anonymität bekannt wurde — hat eine ganze Karriere auf dieser Architektur aufgebaut, mit einer professionellen Präzision, die entweder bewundernswert oder beunruhigend ist, je nachdem, was man von Unterhaltungsliteratur erwartet.
Ihr neuer Roman, The Divorce (Poisoned Pen, 26. Mai 2026), folgt Naomi, deren Mann sie für eine jüngere Frau verlässt. Naomis obsessive Untersuchung führt sie laut Kirkus in eine "übertriebene Geschichte von Täuschung und Rache", in der sie zu ahnen beginnt, dass sie selbst in Gefahr sein könnte. Die Formel verdient Einwände — berechtigte —, doch McFadden führt sie mit einer Sicherheit aus, die diese Einwände am Ende theoretisch wirken lässt.
Nun haben Studiocanal und Working Title eine Filmadaption von The Divorce angekündigt, nach dem kommerziellen Erfolg der Adaption von The Housemaid unter der Regie von Paul Feig mit Sydney Sweeney und Amanda Seyfried. Studiocanal-CEO Anna Marsh beschrieb McFaddens Talent als die Fähigkeit, das Publikum in "ein beunruhigendes Gefühl von Komfort zu führen, bevor sie ihnen brillant den Boden unter den Füßen wegzieht". Die Formel ist, einmal identifiziert, keine Schwäche, sondern eine Garantie.
Das biografische Detail, dass McFadden dreiundzwanzig Jahre lang Thriller über verborgene Leben schrieb, während sie selbst ein vollkommen verborgenes Berufsleben führte, verleiht dem Werk retrospektiv eine gewisse rekursive Qualität. Ob dieses Wissen die Leseerfahrung verändert oder lediglich mit ihr zusammenfällt — ich bin nicht sicher, dass ich diese Frage sauber beantworten kann. Vielleicht liegt dort das eigentliche Interesse.
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