Jeffrey Eugenides bekommt endlich seine FX-Serie — es hat nur fünfzehn Jahre gedauert
Jeffrey Eugenides veröffentlichte The Marriage Plot im Jahr 2011. Fünfzehn Jahre später hat FX entschieden, dass die Welt bereit ist für eine Prestige-Fernsehserie nach einem Roman über eine Studentin, zerrissen zwischen zwei Männern und Roland Barthes. Das ist entweder die beste Nachricht der Woche oder der Beweis, dass der literarische Unterhaltungskomplex nie ruht.
Das Projekt hat echtes Prestige. Hiro Murai — Regisseur hinter den verstörendsten Episoden von Atlanta — führt Regie. Will Arbery, der seine Stimme als Succession-Autor fand, schreibt das Drehbuch. Sadie Sink, die The Whale sehenswert machte, spielt Madeleine Hanna. Eugenides selbst ist als ausführender Produzent dabei.
Die Frage ist natürlich, ob all das die Reise von der Seite zum Bildschirm übersteht. Roland Barthes eignet sich nicht unbedingt für spannende Exposition. Andererseits gilt das auch für Proust, und jemand hat daraus ein preisgekröntes dreiteiliges französisches Fernsehereignis gemacht. Seltsameres ist schon passiert, wie Sadie Sink wissen dürfte.
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