Zum Hauptinhalt springen

Oprah ruft an. Douglas Stuart nimmt ab. 'John of John' wird Buchclub-Auswahl.

J
James Whitmore
· 3 Min. Lesezeit
Oprah ruft an. Douglas Stuart nimmt ab. 'John of John' wird Buchclub-Auswahl.

Als Oprah Winfrey diese Woche ihre neueste Buchclub-Wahl in CBS Mornings ankündigte, beschrieb Douglas Stuart den Anruf als "einen der wunderbarsten und surrealsten meines ganzen Lebens". Das Wort surreal verdient etwas Überlegung. Oprah hat diesen Anruf — oder einen sehr ähnlichen — hunderte Male in drei Jahrzehnten getätigt. Was wirklich überraschend ist, ist das gewählte Buch: ein stiller, verheerender Roman über einen jungen queeren Kunststudenten und den Schaden, den Unterdrückung einer schottischen Familie zufügt, angesiedelt auf den windgepeitschten Äußeren Hebriden.

John of John ist Stuarts zweiter Roman (Grove, Mai 2026). Sein Debüt, Shuggie Bain, gewann 2020 den Booker Prize nach zehn Jahren Arbeit und vierundvierzig Verlagsablehnungen. Der neue Roman folgt John-Calum Macleod, einem jungen queeren Kunststudenten, der auf die Äußeren Hebriden zurückkehrt, um seine kranke Großmutter zu besuchen, wo er auf seinen entfremdeten Vater trifft — einen Mann mit seinem eigenen vergrabenen Geheimnis — und eine Kollision zweier Formen der Unterdrückung beginnt.

Oprah erklärte, der Roman behandle "was es kostet, zu unterdrücken, wer man wirklich ist". Kirkus lobte Stuarts "Talent für die Erschaffung lebhaft spezifischer Charaktere und Schauplätze". Sein vorheriger Roman, Young Mungo, hatte bestätigt, dass Shuggie Bain kein isoliertes Ereignis war. Oprahs Buchclub produziert seit 1996 Bestseller; ob John of John den Schub braucht, ist fraglich — aber die Auswahl platziert Stuarts Werk in ein amerikanisches Gespräch über Identität und Unterdrückung, das offensichtlich bereit ist, geführt zu werden.

Auch in unserem Regal

Leseempfehlungen

Kommentare

Anmelden um an der Unterhaltung teilzunehmen.

Noch keine Kommentare.